B.U.D. bietet Beratung und Unterstützung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt oder Bedrohung.

 

B.U.D. berät direkt Betroffene eines rechten Übergriffs, deren Angehörige oder Freund*innen sowie Zeug*innen der Tat. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich, auf Wunsch anonym, unabhängig, freiwillig, mehrsprachig und parteilich im Sinne der Betroffenen. Durch aufsuchende Beratung kann der Ort des Gesprächs durch die Betroffenen bestimmt werden.

 

Neben persönlicher Beratung und Begleitung vor Ort bieten wir auch eine Onlineberatung an.

 


Webdokumentation „Gegen Uns"

 Seit einigen Monaten produziert der Verband der Beratungsstellen VBRG in Zusammenarbeit mit einzelnen Beratungsstellen und Betroffenen von rechter Gewalt die Webdokumentation "Gegen uns - Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt nach 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft“. In den einzelnen Episoden berichten Betroffene über ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung, Gewalt und Kriminalisierung, aber auch von Widerstand und gelebter Solidarität. Viele Hintergrund-informationen zeigen den gesellschaftlichen Kontext, in dem rechte Gewalt stattfindet.

 

 Mehr Informationen zur gesamten Webdokumentation finden Sie hier.

 

 

WICHTIG:   

 Bei Bedarf finden nach wie vor persönliche Beratungsgespräche unter Einhaltung der Abstandsregelungen statt. Es gibt auch die Möglichkeit einer Telefon- und Email-Beratung.

Sie erreichen uns unter 0151-21653187 oder unter info@bud-bayern.de

 

Zur Online-Beratung geht es hier



Was ist B.U.D.?


  • B.U.D. ist eine unabhängige Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Bayern
  • B.U.D. unterstützt Betroffene einer solchen Gewalttat, ihr soziales Umfeld und Zeug*innen.
  • B.U.D. klärt über rassistische, antisemitische und andere rechtsmotivierte Gewalt auf und dokumentiert entsprechende Übergriffe und Vorfälle.

 

Träger & Netzwerk

 

Die Beratungsstelle wird von dem unabhängigen, gemeinnützigen Verein B.U.D. e.V. getragen.

Der Vorstand und die Mitglieder des Vereins sehen in der Unterstützung Betroffener von rechter Gewalt einen unverzichtbaren Beitrag zu einem sozialen Klima, das uns allen ein angstfreies und selbstbestimmtes Leben ermöglicht – unabhängig von Aussehen, Herkunft, Ethnie, Religion oder sexueller Orientierung.

 

B.U.D. ist Teil des „Beratungsnetzwerkes Bayern gegen Rechtsextremismus“, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gefördert wird.

 

Die Beratungsstelle B.U.D. besteht seit 2009. Sie ist Mitglied im bundesweiten Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) sowie in überregionalen Kooperationsprojekten aktiv.

 


Was ist rechte Gewalt?


Rechte Gewalttaten basieren auf Ideologien der Ungleichwertigkeit.

Sie richten sich gegen konstruierte gesellschaftliche Gruppen, die als anders und unerwünscht definiert werden.

Einzelpersonen werden z. B. aufgrund ihres Aussehens durch die Täter*innen einer oder mehrerer dieser Gruppen zugeordnet und angegriffen.

Die Täter*innen gehören nicht immer extrem rechten Gruppierungen an, sondern können auch Personen sein, die sich selbst nicht als rechts, rassistisch oder antisemitisch bezeichnen.

 

Rechte Gewalt richtet sich demzufolge gegen Menschen, die aufgrund

 

-          von Rassismus

-          von Antisemitismus 

-          von Antiziganismus

-          von LGBTIQ*-Feindlichkeit

-          ihrer religiösen Zugehörigkeit

-          ihrer Behinderung

-          ihrer sozialen Benachteiligung

-          ihrer politischen Haltung und / oder gesellschaftlichen Engagements

-          ihrer Zugehörigkeit zu nicht-rechten Subkulturen

 

abgewertet, zu Feindbildern und/ oder politischen Gegner*innen erklärt werden.

 

Ein rechter Angriff ist immer auch eine symbolische Tat. Die Tat transportiert eine Botschaft von Hass und Bedrohung nicht nur gegen die individuell Betroffenen, sondern gegen die abgewertete Gruppe insgesamt.

 

Rechte Gewalt hat viele Erscheinungsformen: Das können Sachbeschädigung, Brandstiftung und körperliche Angriffe

sein, aber auch (digitale) Beleidigungen, Bedrohungen oder Anfeindungen und andere Erfahrungen, die als verletzend

erlebt werden.

 

 

Entscheidend für die Einordnung einer Tat als rechte Gewalt ist für die Beratungsstelle B.U.D. immer die Wahrnehmung und Einschätzung der Betroffenen. Die Einschätzung durch das Umfeld oder einzelne Behörden ist für uns irrelevant.

 

 

 

 

 

 


Qualifikation des Teams


 Das Berater*innenteam von B.U.D. setzt sich aus festangestellten und freiberuflichen Mitarbeitenden aus ganz Bayern zusammen. Sie werden abhängig von der benötigten Qualifikation für den jeweiligen Beratungsanlass eingesetzt.

 

Unsere Berater*innen kommen aus verschiedenen Fachrichtungen. Sie sind speziell für die Tätigkeit ausgebildet und nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil. Kollegiale Fallberatungen und Supervisionen sichern die Professionalität der Beratungsleistung.