Was ist rechte Gewalt?


Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt

Rechte, rassistische und antisemitische Gewalttaten basieren auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit. Sie richten sich gegen (konstruierte) gesellschaftliche Gruppen, die als „anders“ und unerwünscht definiert werden. Einzelpersonen werden – etwa aufgrund ihres Aussehens – durch die Täter*innen einer oder mehrerer dieser Gruppen zugeordnet und angegriffen. Die Täter*innen sind nicht nur extrem rechten Gruppen zuzuordnen, sondern häufig auch Personen, die sich selbst nicht als (extrem) rechts, rassistisch oder antisemitisch bezeichnen.

 

Wir beraten demzufolge Menschen, die aufgrund

 

-          von Rassismus

-          von Antisemitismus entsprechend der IHRA-Definition

-          von Antiziganismus

-          von LGBTIQA+-Feindlichkeit

-          ihrer religiösen Zugehörigkeit

-      ihrer Herkunft

-          ihrer Behinderung

-          ihrer sozialen Benachteiligung

-          ihrer politischen Haltung und / oder gesellschaftlichen Engagements

-          ihrer Zugehörigkeit zu nicht-rechten Subkulturen

 

abgewertet, zu Feindbildern und/ oder politischen Gegner*innen erklärt werden.

 

Ein rechter Angriff ist immer auch eine symbolische Tat. Die Tat transportiert eine Botschaft von Hass und Abwertung nicht nur gegen die individuell Betroffenen, sondern gegen die vermeintliche Gruppe insgesamt.

 

Rechte Gewalt hat viele Erscheinungsformen: Das können körperliche Angriffe, Demütigungen, Bedrohungen, Beleidigungen oder Anfeindungen und Attacken im Internet sein, aber auch Sachbeschädigungen und andere Erfahrungen, die als verletzend erlebt werden.

Entscheidend für die Einordnung einer Tat als rechte, rassistische und antisemitische Gewalt ist für die Beratungsstelle B.U.D. immer die Wahrnehmung und Einschätzung der Betroffenen.